Aktuell: Dezember 2021



DDR-Vergangenheit

Warum nicht alle Opfer des SED-Regimes von der Opferrente profitieren

1992 wurde ein Gesetz erlassen, das Opfern des SED-Regimes eine Rehabilitierung und Entschädigung zuteil kommen lassen sollte, unter anderem durch die sogenannte Opferrente von 330 Euro monatlich. Diese bekommt, wer mindestens 90 Tage in Haft war und finanziell bedürftig ist. Bundesweit bekommen etwa 33.000 Menschen diese Rente. Die Forschung schätzt, dass es jedoch bis zu 400.000 politische Häftlinge gab. Woher kommt die große Differenz zwischen dieser Zahl und der der Opferrenten-Bezieher?

mdr.de, 31.12.2021

Unsere und eure Freiheit

Marko Martin über DDR-Erfahrungen mit Westbesuch

Freiheit war in der DDR etwas anderes als in der alten BRD. Das hieß auch: Der Westbesuch, ob konservativ oder progressiv, reagierte auf Missstände im Osten gern mit "Ja, aber ...", wie sich der Schriftsteller Marko Martin erinnert

br.de, 30.12.2021

Drei Jahrzehnte nach Wiedervereinigung

Ostdeutsche Länder zahlen jährlich 2,6 Milliarden Euro für DDR-Zusatzrenten

In der DDR gab es Dutzende zusätzliche Versorgungssysteme für einzelne Berufsgruppen. Die Kosten für die ostdeutschen Länder und den Bund sind noch immer hoch

spiegel.de, 30.12.2021

Stasi-Spitzel

Die Überzeugungstäter waren viel schlimmer

Der Chef DDR-Geschädigten-Vereinigung kritisiert, dass zu wenig für die Erforschung der Stasi-Aktivitäten von Kommunisten im Westen getan wird. Das stimmt, besonders in Bezug auf die Linkspartei. Eine kritische Aufarbeitung ist überfällig, doch der Zeitgeist steht dem entgegen

welt.de, 29.12.2021

Neues Buch: "Chronik einer angekündigten Flucht"

Günter Knoblauchs Bericht von seiner Haft und der Flucht aus der DDR

Die „Chronik einer angekündigten Flucht“ ist eine auf fast 500 Seiten durchweg spannende Publikation, vollkommen außerhalb der bisher bekannten oder verfilmten Fluchtgeschichten. Die nächste Generation müsste das Buch eigentlich als Pflichtliteratur gratis erhalten zwecks Stabilisierung unserer Demokratie, die jetzt immer stärker gefährdet ist

l-iz.de, 29.12.2021

30 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz

Ein ehrlicher Blick aufs Gestern hilft gegen Legenden im Heute

Wie die Erinnerung an vergangenes Unrecht gegen künftiges immunisieren kann. Ein Kommentar – auch zum Verbot von „Memorial“ in Russland

tagesspiegel.de, 29.12.2021

30 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz

Ein großer Schritt zur Wahrheit

Am 29. Dezember 1991 trat das Gesetz in Kraft, das den Zugang zu den Akten der DDR-Staatssicherheit ermöglichte. Noch nie waren Verbrechen einer Diktatur so aufgearbeitet worden. Mehr als drei Millionen Menschen beantragten bis heute Akteneinsicht

rbb24.de, 29.12.2021

Bundesverfassungsgericht gibt Ex-DDR-Heimkind Recht

Ein ehemaliges DDR-Heimkind hat erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG) für seine Rehabilitierung gekämpft. Der Fall muss neu verhandelt werden

ndr.de, 29.12.2021

DDR-Staatssicherheit : Stasi-Akten: Bundesarchiv lobt Erfolgsgeschichte

Am 29. Dezember 1991 trat das Gesetz in Kraft, das den Umgang mit den Akten der ehemaligen DDR-Staatssicherheit regelt. In der Folge beantragten Millionen Menschen Einsicht in ihre Akten

aachener-nachrichten.de, 28.12.2021

Neuer Artikel vom 27.12.2021 bei "Artikel zur Aufarbeitung der SED-Diktatur"

Neues Jugendbuch

Im Visier der Stasi

Erlebnisse einer Dreizehnjährigen aus Westdeutschland bei Verwandtenbesuchen in der DDR

sueddeutsche.de, 26.12.2021

"Peter Leske - REPORTertAGE"

Erfurt: Fotos von Peter Leske zeigen eine andere DDR

Peter Leske gehörte zu den Spitzenfotografen der DDR und fotografierte u.a. für Zeitschriften wie "Für Dich" oder "NBI". Dadurch hatte er Zugang zu verschiedensten Bereichen der Gesellschaft. Seine Fotos zeigen eine andere DDR, den Aufbruch, das Wirtschaftswunder, aber auch die Skepsis der Menschen. Obwohl sein Beruf eine gewisse Staatstreue mitbrachte, inszenierte er nicht. Auch aus dem Alltag der Frauen gelangen ihm interessante Einsichten. Die Erfurter Gedenkstätte Andreasstraße widmet ihm eine Ausstellung: "Peter Leske - REPORTertAGE"

mdr.de, 26.12.2021

Verharmlosung der DDR-Verhältnisse

Beauftragter zur SED-Aufarbeitung kritisiert Begriff „Corona-Diktatur“

„Sie tun den Menschen Unrecht, die in Diktaturen leben“: Der Landesbeauftragte Tom Sello rügt jene, die die Pandemie-Verhältnisse mit der DDR gleichsetzen

tagesspiegel.de, 25.12.2021

Streit um Parole "Wir sind das Volk": DDR-Bürgerrechtler zum Slogan der Corona-Proteste

Auch auf den jüngsten Protesten gegen die Corona-Maßnahmen wird der bekannte Satz aus dem Jahr 1989, "Wir sind das Volk!", wieder gerufen. Doch wie stehen Ehemalige aus der DDR-Bürgerbewegung zu der Verwendung im neuen Kontext? Die Meinungen gehen auseinander

mdr.de, 23.12.2021

Neuer Artikel vom 23.12.2021 zu Weihnachten in der DDR bei "Artikel zur DDR"

Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin ließ Interviewpassage zur DDR massiv umschreiben

Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Jacqueline Bernhardt steht wegen eines Interviews in der Kritik. Die Linken-Politikerin wollte darin die DDR nicht explizit als Unrechtsstaat bezeichnen, andere Antworten gab ihre Pressestelle erst gar nicht frei. Die Opposition kritisiert Bernhardt nun scharf

web.de, 23.12.2021

Zwei Millionen Euro Fördergelder für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

Im kommenden Jahr fördert die Bundesstiftung „Aufarbeitung“ Projekte zur historischen Einordnung der SED-Diktatur mit 2,31 Millionen Euro. Das Geld fließt in 106 Projekte, diese beschäftigen sich unter anderem mit Repression, Verfolgung und Widerstand gegen das SED-Regime. Im Fokus soll im kommenden Jahr auch der Aufarbeitungsprozess an sich stehen

rnd.de, 22.12.2021

"Sind die Lichter angezündet"

Welche versteckte Botschaft in DDR-Weihnachtsliedern steckt

"Leise rieselt der Schnee", "O du Fröhliche" oder "Stille Nacht" – Klassiker, die fast jeder kennt. Aber es gibt auch Weihnachtslieder, die nur im Osten gesungen wurden. "Sind die Lichter angezündet" intoniert sogar der Dresdner Kreuzchor bis heute beim Stadionkonzert. Die DDR hat sich ihre eigene Weihnachtsmusik geschrieben und dafür mit Hans Sandig oder Hans Naumilkat die besten Komponisten engagiert. "Sind die Lichter angezündet" und "Bald nun ist Weihnachtszeit" hießen die Platten, die im Advent rotierten. Die TU Dresden hat zu weihnachtlichem Liedgut aus der DDR geforscht und darin versteckte Botschaften entdeckt. Alexander Lasch, Professor für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte an der TU

Dresden, im Interview

mdr.de, 21.12.2021

Pakete in die DDR

Wie der Duft des Westens nach Rathenow kam

Per Post verschickte Geschenke aus der BRD: Das Auspacken war in der Regel ein besonderer familiärer Moment. Der Duft, der Westpaketen entströmte, ist als sehr gute Erinnerung gespeichert

moz.de, 20.12.2021

DDR-Rundfunk heute: Wie eine Frau gegen das Vergessen kämpft

Elisabeth Heller verlor 1991 ihren Job beim DDR-Rundfunk. Doch die Vergangenheit ihres Senders beschäftigt sie bis heute

berliner-zeitung.de, 19.12.2021

Neuer Artikel vom 18.12. bei "Artikel zur Aufarbeitung der SED-Diktatur"

Sachbuch „Jung und jüdisch in der DDR“

Das Gefühl, alleine zu sein

In der DDR herrschte kein gutes Klima für ein aufblühendes jüdisches Leben. Auch jüdische Kinder und Jugendliche erfuhren bereits Ausgrenzung und sozialen Druck. Sie erlebten ein permanentes Tauziehen zwischen Außenwelt und Familienleben

deutschlandfunkkultur.de, 17.12.2021

Denkwürdige Frage an SED-Funktionäre

Der Journalist der "Mauerfall-Frage" Riccardo Ehrman ist tot

Das DDR-Reisegesetz gelte ab "sofort", sagte SED-Funktionär Günter Schabowski am 9. November 1989, nachdem der italienische Korrespondent Riccardo Ehrman nachgefragt hatte. Noch am selben Abend fiel die Mauer. Nun ist Ehrman gestorben

rbb24.de, 15.12.2021

Ausstellung

Die Stasi überwachte Harald Hauswald bis in seine Dunkelkammer

Die Kamera war seine schärfste Waffe gegen die Unterdrückung.

Eigentlich hatte Harald Hauswald (heute 67) einfach nur den ganz normalen Alltag in der DDR fotografiert. Doch seine Bilder waren für die DDR-Regierung höchste Provokation, denn sie zeigten kein verklärtes Bild des Lebens im Sozialismus.

Bei C/O Berlin sind jetzt erneut 250 Fotografien von Hauswald zu sehen. Die Ausstellung im Herbst 2020 war ein derartiger Publikumserfolg, dass sie nun wiederholt wird

bz-berlin.de, 15.12.2021

Chemisches Element: 45 Jahre grün-weiße Leidenschaft in einem Buch

Jens Fuge beschreibt in seinem bislang persönlichsten Buch nicht nur seine 45 Jahre Leutzscher Fußball. Die Liebeserklärung an die BSG Chemie Leipzig ist auch die faktenreiche Beschreibung eines Kapitels jugendlicher Subkultur in der DDR

sportbuzzer.de, 14.12.2021

Schwerin: Gedenken an abgestürzte Schülerinnen und Schüler

Mit einem stillen Gedenken hat Schwerin am Sonntag an die Menschen aus der Stadt erinnert, die vor 35 Jahren beim Absturz einer russischen Aeroflot-Maschine in der Nähe von Berlin ums Leben kamen. Es war einer der dunkelsten Tage der DDR-Luftfahrt

ndr.de, 12.12.2021

Kunstausstellung

Wie die Künstlerinnengruppe Erfurt weibliche Subkultur in der DDR zelebrierte

Die Künstlerinnengruppe Erfurt war ab 1984 für etwa ein Jahrzehnt aktiv. Die Frauen etablierten mit Performances und Super-8-Filmen einen radikalen künstlerischen Gegenentwurf zum DDR-Alltag. Die Thüringer Künstlerin Gabriele Stötzer war bis 1994 Anführerin der Gruppe, aus der anschließend das bis heute existierende Erfurter Künstlerhaus hervorging. Die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) in Berlin würdigt das Schaffen des Frauenkollektivs mit der Ausstellung "Hosen haben Röcke an"

mdr.de, 11.12.2021

AUDIO zu neuem Buch

Bernd F. Lunkewitz

Der Aufbau-Verlag und die kriminelle Vereinigung in der SED und der Treuhandanstalt

swr.de, 10.12.2021

DDR-Unrecht und Stasi-Akten: Telefonische Bürgerberatung am 16. Dezember

Das Team der Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten bietet Interessierten am 16. Dezember, 10 bis 17 Uhr, eine telefonische Beratung ein

meetingpoint-brandenburg.de, 09.12.2021

Bund Naturschutz schlägt Grünes Band für Unesco-Welterbe vor

Exakt 32 Jahre ist es her, dass in Hof das sogenannte Grüne Band gegründet wurde. Umweltschützer wünschen sich, dass das Naturschutzprojekt an der ehemaligen Grenze zwischen BRD und DDR nicht nur das Siegel "Unesco-Welterbe" erhalten soll

br.de, 09.12.2021

Evelyn Zupke: Die erste Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur

Seit Juni 2021 ist Evelyn Zupke Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur – ein neu geschaffenes Amt, das nach dem Ende der Stasi-Unterlagen-Behörde entstand. Ein Interview

superillu.de, 08.12.2021

Jugendwettbewerb: Umbruch nach dem Mauerfall

Wie hat sich das Leben von Jugendlichen seit dem Mauerfall und der Einheit verändert? Und inwieweit sind die Auswirkungen auch in der Gegenwart noch spürbar? Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat einen Jugendwettbewerb gestartet, um diesen Fragen nachzugehen.

In Gruppen können sich Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren bis zum 1. März 2022 auf historische Spurensuche begeben

meinstutensee.de, 07.12.2021

Internationale Auszeichnung für Henckel von Donnersmarck

Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" unter besten Drehbüchern des Jahrhunderts

Das Drehbuch für das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" von Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck hat es auf die Liste der 101 "besten Drehbücher" des laufenden Jahrhunderts geschafft

focus.de, 07.12.2021

Neues Video bei Youtube

Buchvorstellung des neuen Buches von Grit und Niklas Poppe "Die Weggesperrten"

Unerzogen, aufsässig, unverbesserlich – wer sich in der DDR nicht zur staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt solche Attribute und wurde oft in Umerziehungsheimen, Spezialkinderheimen oder Jugendwerkhöfen weggesperrt

Bundesstiftung Aufarbeitung Brand, www.youtube.com, 7.12.2021

Geheime Akten

BND-Akten geben Einblick in Flucht von DDR-Funktionär Alexander Schalck-Golodkowski

Im Dezember 1989 flieht der KoKo-Chef und DDR-Wirtschaftsfunktionär Alexander Schalck-Golodkowski nach Westdeutschland . Unser Autor zeichnet anhand neu freigegebener BND-Akten die Flucht des Politikers nach

fr.de, 06.12.2021

"Sportverräter" im Visier der Stasi

Claus Tuchscherer vom Sportclub Dynamo Klingenthal in Sachsen war einer der besten Nordischen Kombinierer der DDR. Bei den Olympischen Winterspielen 1976 setzte er sich nach Österreich ab und galt fortan als "Sportverräter". Zwei Jahre später bei der Ski-WM in Lahti (Finnland) löste sich während des Sprungs seine Skibindung. Tuchscherer fragt sich bis heute: Hatte die Stasi damals ihre Hände im Spiel?

tagesschau.de, 03.12.2021

In der DDR als Regisseur etabliert, danach weg: Das Leben des Jurij Kramer

Der Schauspieler und Regisseur Jurij Kramer war im DDR-Fernsehen anerkannt. Nach der Wende findet er keinen Anschluss mehr

berliner-zeitung.de, 03.12.2021

Was bleibt? Zum zehnten Todestag von Christa Wolf

(kann auch angehört werden; 8 Minuten)

Vor zehn Jahren starb Christa Wolf, eine der herausragenden Stimmen der DDR-Literatur. Nun ist die DDR Geschichte - und Christa Wolf? Ein Gespräch mit Gerhard Wolf, der seit 1951 mit Christa Wolf verheiratet war

ndr.de, 01.12.2021

Die Schriftstellerin Christa Wolf: Eine umstrittene Mahnerin

(kann auch angehört werden; 4 Minuten)

Am 1. Dezember 2011 ist Christa Wolf gestorben. Die 1929 in Landsberg an der Warthe geborene Schriftstellerin eckte an - in Ost und West. Anna Hartwich geht der Frage nach: Was bleibt von Christa Wolf heute?

ndr.de, 01.12.2021

Buchtipp

Die Enkelin: Eine berührende Familiengeschichte

Wegen der Liebe flieht Birgit in den Westen Der Preis, den sie dafür zahlt, ist groß Ein berührender und facettenreicher Roman

wdr.de, 01.12.2021