Artikel zur DDR 2021


"Architekt der DDR"

Dessau, Shanghai, HaNeu: Wie Richard Paulick zum Vater der Platte wurde

Ohne Richard Paulick sähe Ostdeutschland ganz anders aus. Zurück aus dem Exil in China wurde er zum Chefarchitekten der DDR-Großprojekte: für Stalinallee und Staatsoper in Ost-Berlin, Dresdens Wiederaufbau, für Hoyerswerda und Halle-Neustadt. Paulick setzte das industrielle Bauen durch und wurde so zum Vater der "Platte", des Plattenbaus. Einst Student bei Hans Poelzig, Bauhaus-Jünger und Stadtplaner für Shanghai, führte er später Regie für die Chemiearbeiterstadt HaNeu, die zur Blaupause für Neubauten in der ganzen DDR wurde. Dabei wird sein spannendes Leben und Wirken erst jetzt wiederentdeckt

mdr.de, 07,10.2021

#DDRklärt

Was Sie nicht mehr oder noch nicht über die DDR wissen

Was bedeutete nochmal AKE und welche Auswirkungen hatte die Vollbeschäftigung in der DDR? Diesen Fragen geht MDR SACHSEN-ANHALT anlässlich der Wiedervereinigung vor 31 Jahren nach. Dabei blicken wir zurück auf das Leben in der DDR und beleuchten teils kuriose Hintergründe

mdr.de, 03.10.2021

Interflug – die etwas andere deutsche Airline

Billigflug-Pionier, Devisenbeschaffer und die Stasi an Bord – über Interflug gibt es viele interessante Anekdoten zu erzählen. Ein Flugbegleiter zeichnet die Geschichte der DDR-Fluglinie nach, deren Betrieb vor 30 Jahren eingestellt wurde

welt.de, 10.09.2021

Garagenkultur in der DDR

Viel mehr als ein Stellplatz für den Trabi

Jens Casper im Gespräch mit Massimo Maio

Eine Garage ist eigentlich nichts Besonderes. In der DDR aber stand sie nicht nur für die baldige Ankunft eines ersehnten Autos, sondern sie war auch ein verlängertes Wohnzimmer. Der Band „Das Garagenmanifest“ beleuchtet dieses Stück Kultur

deutschlandfunkkultur.de, 30.08.21

Musikgeschichte

Wie in Leipzig die Geschichte der DDR-Folkszene begann

Jürgen B. Wolff ist Grafiker, Musiker, Autor, Kopf der Folkländer und einer der Mitbegründer der DDR Folkszene und maßgeblicher Gestalter des Tanz-und Folkfestes Rudolstadt – mittlerweile das größte Weltmusikfestival Europas. Im Gespräch mit MDR KULTUR erzählt er, wie die staatlich tolerierte DDR-Folkszene in Leipzig begann und wie man damals kämpfte, dass Folk als eigenständiges Genre anerkannt wurde. Am 21. August erscheint – 40 Jahre nach der ersten und einzigen Folkländer-CD – das neue Folkländer-Album "So viele Wege Vol1". Bei den Leipziger Liednächten wir die Band am Samstag live im Innenhof des Grassimuseums zu erleben sein

mdr.de, 20.08.2021

Zum 90. Geburtstag

Ruth Hohmann: Die erste Jazz-Sängerin der DDR

Ruth Hohmann war die erste Berufs-Jazzsängerin in der DDR, eine lebende, singende, swingende Jazzlegende. Doch das Berufsleben als Jazz-Sängerin war in der DDR nicht immer leicht. Geboren wurde sie am 19. August 1931 in Eisenach. Mit 90 Jahren steht sie immer noch auf der Bühne: Ruth Hohmann hat den Sommer 2021 genutzt, um wieder einmal aufzutreten. "Jazztime" nennt sich ihr Programm, gemeinsam mit dem Instrumentalisten Lukas Natschinski

mdr.de, 19.08.2021

Als die Jeans noch Nietenhose hieß

Jeans waren einst Ausdruck von Freiheit und Rebellion. Auch die DDR-Jugend war ganz heiß auf die Hosen. Doch die waren politisch lange nicht akzeptiert und schwer zu bekommen

ndr.de, 03.08.2021

Die Welt der Brigaden in der DDR

„Diese Erfahrungen möchte ich nicht entbehren“

Brigaden spielten im DDR-Alltag eine wichtige Rolle. Für viele Menschen waren sie eine zweite Heimat – gemeinsam arbeiten, feiern, verreisen. Die Widersprüche zwischen Ideal und Wirklichkeit hat die Schriftstellerin Brigitte Reimann aufgespürt

deutschlandfunkkultur.de, 28.07.2021

Ökumenischer Aufruf zur Wahl des Deutschen Bundestages

„Die Würde des Menschen bleibt oberster Maßstab“

dbk.de, 01.09.2021

Podcast zu 150 Jahren Berliner Ringbahn

Ein Gespräch über Stasi-Spitzel, Streiks, Ganoven und die Liebe

Der SPD-Mann und Bahn-Fan Sven Heinemann hat die Geschichte der Ringbahn aufgearbeitet. Die spannendsten Anekdoten erzählt er während einer Fahrt mit derselben

tagesspiegel.de, 16.07.2021

Erlebnisbericht aus Leipzig

Wie Louis Armstrong den Jazz in die DDR brachte

Im Frühjahr 1965 tourte Louis Armstrong durch die DDR mit Stationen in Berlin, Leipzig, Magdeburg, Erfurt und Schwerin. Nachdem die Kulturpolitik der DDR den Jazz in den 50er-Jahren noch als "Gift des Imperialismus" attackiert hatte, feierte man den Trompeter nun als "Kämpfer gegen den Rassismus" und erhoffte sich durch dessen Besuch ein Stück mehr internationale Anerkennung. MDR KULTUR-Jazzexperte Bert Noglik von seinem prägenden Konzerterlebnis

mdr.de, 05.7.2021

Rausch in der DDR Tabletten mit Schnaps: die Ersatzdroge der DDR

Harte Drogen fanden nur selten ihren Weg in die DDR. Wer sich berauschen wollte, griff zur Flasche – oder in die Hausapotheke. Besonders beliebt war das Beruhigungsmittel "Faustan", denn gemischt mit Alkohol oder Cola löste es psychedelische Zustände aus. Doch nicht nur zum Feiern wurden Medikamente missbraucht, auch bei Patientinnen und Patienten war das Suchtpotenzial hoch und konnte in Abhängigkeiten führen. Woran lag das?

mdr.de, 26.06.2021

Rausch in der DDR

Medikamentenabhängigkeit in der DDR – besonders Frauen waren betroffen

Konsum und Rausch waren lange Tabuthemen in der DDR. Die Suchthilfe lag deshalb bis in die 70er Jahre in den Händen der Kirche. Im Interview mit der "MDR Zeitreise" berichtet der Suchtberater Helmut Bunde von seinen Erfahrungen mit Medikamentenabhängigen bei der Inneren Mission in Riesa und Döbeln

mdr.de, 26.06.2021

"Kollektiv statt Ausbeutung": Die Verheißung der Planwirtschaft

Als die DDR ihre sozialistische Planwirtschaft aufbaut, wird Produktionsmittel-Privateigentum abgeschafft, angefangen mit der sowjetisch angeordneten Bodenreform. Versprochen wird soziale Gerechtigkeit, doch die Versorgung wird zur Herausforderung

ndr.de, 23.06.2021

Im Blick der Stasi: Wie es sich anfühlt, beschattet zu werden

Vor der Wende waren Teile Unterfrankens noch absolutes Zonengrenzland. Das BR Studio Würzburg berichtete mitunter auch grenzübergreifend. Kein Wunder also, dass die Stasi den ehemaligen Studioleiter Eberhard Schellenberger genau im Blick hatte

br.de, 18.06.2021

Joseph Beuys und die DDR

Nur einmal war Joseph Beuys Zeit seines Lebens in der DDR. Obwohl sein Aktionsradius als Künstler vorwiegend westlich ausgerichtet war, hatte er einigen Einfluss über die innerdeutsche Grenze hinweg

ndr.de, 10.05.2021

Machtkampf in der DDR

Wie Erich Honecker seinen politischen Ziehvater Walter Ulbricht stürzte

Erst verhalf Walter Ulbricht dem jungen Erich Honecker zu seiner politischen Karriere. Später wurde er von Honecker in der DDR öffentlich bloßgestellt und als Erster Sekretär der SED gestürzt. Nicht nur unterschiedliche Lebenserfahrungen und Lebenswege führten zum Bruch der einstigen Weggefährten

deutschlandfunk.de, 02.05.2021

Postkartenaktion der DDR im Kalten Krieg

Freiheit für Angela Davis!

Die US-Bürgerrechtlerin Angela Davis bekam im Gefängnis Anfang der Siebzigerjahre unfassbar viel Post aus der DDR. Auf Postkarten forderten ostdeutsche Bürger ihre Freilassung – ein Coup der DDR-Propaganda

deutschlandfunkkultur.de, 27.04.2921

Frohe Botschaft

Als die DDR den Ostermontag abschaffte

1967 war der Ostermontag in der DDR zum vorerst letzten Mal ein gesetzlicher – und vor allem arbeitsfreier – Feiertag. Es sollte 23 Jahre dauern, bis er wieder eingeführt wurde. Das steckte dahinter

t-online.de, 25.03.2021

Karl-Eduard von Schnitzler

Er log die DDR zum Paradies um

Mit dem „Schwarzen Kanal“ startete Karl-Eduard von Schnitzler 1960 eine beispiellose Propagandashow. Allerdings warf das Ende des Formats 1989 die Frage auf, warum seine Prophezeiungen vom Untergang der „BRD“ nicht eingetreten waren

welt.de, 21.03.2021

Buddhisten in der DDR

Erleuchtet im Arbeiter- und Bauernstaat

Von Fernost in den ganz Nahen Osten – auch in der DDR meditierten sich junge Menschen ins Nirwana. Cornelia traf mit 17 einen dänischen Guru und erzählt von einer spirituellen Szene, die heute fast vergessen ist

spiegel.de, 17.03.2021

Freie Deutsche Jugend

„Ihr tut, als ob ihr uns folgt, wir tun, als ob wir's glauben“

Vor 75 Jahren wurde die Freie Deutsche Jugend in der sowjetischen Besatzungszone gegründet. Sie hatte zum Ende der DDR über zwei Millionen Mitglieder. Die Erinnerung an Einsätze und Freizeit im Blauhemd ist bei den Ostjugendlichen von damals gemischt

deutschlandfunkkultur.de, 16.03.2021

Mit diesem Druckmittel ermöglichte Gorbatschow den Honeckers die Flucht

Obwohl ein gültiger Haftbefehl gegen ihn vorlag, wurde Ex-SED-Chef Erich Honecker im März 1991 von der sowjetischen Armee nach Moskau geflogen. Das verstieß gegen das Völkerrecht – doch die UdSSR hatte den Termin genau geplant

welt.de, 14.03.2021

Testen im Osten - Die westlichen Pharmatests in der DDR

In der Serie "Die Toten von Marnow" offenbart sich ein Skandal um Medikamententests westlicher Pharmafirmen in der DDR. Tatsächlich gab es sie. Ihre Aufarbeitung begann spät. Was geschah damals wirklich?

ndr.de, 11.03.2021

DDR gegen Polen: Die Stasi auf dem Kriegspfad

Offiziell waren die DDR und Polen "sozialistische Bruderländer". Tatsächlich aber spähten sich die Geheimdienste beider Länder aus, Ostberlin betrachtete den Nachbarn im Osten als "feindliches Territorium"

dw.com, 10.03.2021

Autorin über Abtreibungen in der DDR:

„Für Weltfrieden und Frauenrechte“

In der DDR waren Schwangerschaftsabbrüche auch dank Inge Lange legal. Ihre Tochter, die Autorin Katja Lange-Müller, erzählt. Ein Protokoll

taz.de, 08.03.2021

Propagandalieder und Grabgesänge: Aufstieg und Fall der FDJ

Der 7. März 1946 gilt als offizielles Gründungsdatum der FDJ. Mit einem Festakt in Schwerin soll die Jugendorganisation wenige Tage später zum Symbol der Hoffnung für die deutsche Jugend werden. "Frei und überparteilich" bleibt die FDJ allerdings nicht lange

ndr.de, 07.03.2021

So starb der letzte US-Soldat in der DDR

Im März 1985 wurde Major Arthur D. Nicholson von einem sowjetischen Wachposten erschossen. Sein Tod löste eine der letzten großen Krisen des Kalten Krieges aus

welt.de, 04.03.2021

NVA: Von der Freiwilligen-Armee zur Gesamtstreitkraft

Bei ihrer Gründung am 1. März 1956 ist die Nationale Volksarmee der DDR zunächst eine reine Freiwilligen-Armee. 1962 wird sie zur Gesamtstreitkraft aus Berufsoffizieren, Zeitsoldaten und Wehrpflichtigen. Mit der Wiedervereinigung 1990 wird die NVA aufgelöst

ndr.de, 01.03.2021

Musiktheater in der DDR

VEB Belcanto

Der Musikwissenschaftler Eckart Kröplin blickt zurück auf das Operntheater in der DDR. Mehr Klassik als hier gab es nirgendwo – doch die Kunst war nicht frei

Tagesspiegel, 21.02.2021

FDJ und Pioniere prägen Kindheit und Jugend in der DDR

Mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der DDR gehörten der sozialistischen Jugendorganisation FDJ und der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" an. Materiell gut ausgestattet galt sie als langer Arm der SED

ndr.de, 02.02.2021

Bullensperma geschmuggelt: Die ersten Bio-Bauern der DDR

In der DDR-Landwirtschaft ist alles auf Größe getrimmt: große Maschinen ziehen über riesige Felder, Agrarflugzeuge bringen darüber Unmengen Pflanzenschutzmittel aus, in riesigen Ställen werden große Tierherden gehalten. Um alles noch effizienter zu machen, wird eine einheitliche Rinderrasse eigens für die DDR gezüchtet, die alle anderen Rassen ablösen soll. Industriemäßige Produktionsmethoden nennt man das offiziell. Doch nicht allen gefällt das. Eine Gruppe von Aussteigern und Öko-Revolutionären hat sich zum Ziel gesetzt, auch in der DDR Bio-Landbau zu etablieren. Sie schmuggeln sogar Bullensperma aus dem Westen, um eine zum Aussterben verurteilte regionale Rinderrasse aus dem Vogtland zu retten

mdr.de, 30.01.2021

BND-Agenten in der DDR

Der Spion, der mit dem Camper kam

30 Jahre nach der Wiedervereinigung lüftet der BND den Schleier über top-geheime Einsätze in der DDR. Getarnt als harmlose Camper erledigten die Spione ihre gefährlichen Aufträge. BILD bekam exklusive Einblicke in die Welt der Spionage

bild.de, 29.01.2021